Europäischer Gerichtshof kippt Glücksspiel-Monopol
Der Europäische Gerichtshof hat das staatliche Wettmonopol bei Sportwetten und Lotterien in Deutschland gekippt. Die deutsche Regelung über Sportwetten sei eine Beschränkung des freien Dienstleistungsverkehrs und der Niederlassungsfreiheit in der Europäischen Union, teilte das Gericht am Mittwoch in Luxemburg mit. Der umstrittene Glücksspielstaatsvertrag von 2008 erreiche auch nicht das Ziel des Staatsmonopols, die mit den Spielen verbundene Suchtgefahr zu bekämpfen.
FASPO-Vorstand Wichard von Alvensleben dazu: „Nun muss das Glücksspiel in Deutschland zeitgemäß reguliert werden. Die EuGH-Entscheidung bietet zum einen den privaten Glücksspielanbietern die Möglichkeit aus der Schattenwirtschaft heraus in einen legalen und fairen Wettbewerb zu gelangen, zum anderen dem hiesigen Sport und den Medien die historische Chance, die ins Ausland verschobenen Sponsoring- und Werbegelder wieder nach Deutschland zurückzuholen.“
Pressemeldung EuGH vom 08.09.2010