12. Sportbericht der Bundesregierung
vom 03.09.2010
Kommentar
Der Bundesminister des Innern, Dr. Thomas de Maizière, veröffentlichte soeben den 12. Bericht über die Sportpolitik der Bundesregierung.
Erfreulicherweise findet erstmalig der Begriff "Sponsoring" an zwei Fundstellen Eingang in das Werk.
12. Sportbericht der Bundsregierung
Im Kapitel "Sport und Wirtschaft" wird festgestellt: "Unbestritten ist aber die Bedeutung des Sports für die Werbewirtschaft". Hier sollten wir der Arbeit des ZAW Respekt zollen. Völlig unverständlich bleiben aber Aussagen zur Sportberichterstattung der Medien: "Die Berichterstattung über Sportveranstaltungen und Sportarten in den Printmedien, im Radio, im Fernsehen und im Internet wird von großen Teilen der Bevölkerung wahrgenommen. Der tatsächliche Umfang der Berichterstattung und die damit verbundenen wirtschaftlichen Zusammenhänge wurden bisher nicht untersucht. Gleiches gilt für den Anteil des Sports an der Werbewirtschaft und dem Sponsoring."
Der Bundesregierung ist demnach die Bedeutung der TV-Einnahmen für den Spitzensport nicht bekannt und ebensowenig die im Detail z.B. von AGF/GfK analysierte TV-Sportberichterstattung für die Interessen von Werbewirtschaft und Sponsoren. Sowohl ARD und ZDF als auch die privaten Rundfunkveranstalter sind zu Dokumentation ihrer Programminhalte verpflichtet, mithin liegen auch von Senderseite die Programmanteile von Sport vor. Sportpolitik, Wirtschaft und Medien passen noch nicht recht zusammen, wie es scheint.
Der Fachverband Sponsoring steht dem Innenministerium und auch dem Sportausschuss für Fragen des Sponsoringmarktes immer gerne zur Verfügung.